Sonntag, 2. April 2017

So etwas wie eine Review zu ACCA

Zeit ist begrenzt und in dem Maße, in dem sich die neu anlaufenden Titel je Season vermehren, vermindert sich auch die Aufmerksamkeit für den einzelnen Animetitel, ganz unabhängig von der jeweiligen Qualität des entsprechenden Werks. Selbstverständlich ist in den letzten Jahren vermittels ausgebautem Simulcastangebot eine generell größere Sichtbarkeit vieler neuer Animeserien gegeben, jedoch nicht für alle Titel.
Einer dieser Titel ist „ACCA: Ju-san ku Kansatsu-ka“ kurz „ACCA“. Dass „ACCAs“ eigentliche Handlung erst in der vierten Folge wirklich offensichtlich wird, da die ersten drei Folgen allein dem Etablieren der Welt und der Charaktere gewidmet sind, ist für einen Einstig in diesen Anime auch nicht gerade förderlich. Weshalb es nicht verwundert, dass nach den ersten Folgen mitunter nur der vage Eindruck eines andersartigen Zeichenstils und eine Vorliebe für Essensabbildungen zurückbleiben kann. Jedoch enthält der Anime weit mehr als nur diese Komponenten, so wird beispielsweise selbst das repetitiv wirkende Abbilden von Zigaretten zu einem Schlüsselmotiv des Animes.
Zur Prämisse des Animes:
13 unabhängige Staaten hatten sich einst zum Königreich Dowa zusammengeschlossen, die einzelnen Staaten verwalten sich jedoch weiterhin autonom selbst. Als verbindende und stabilisierende Macht innerhalb dieses Geflechts aus unterschiedlichen Staaten dient die Organisation ACCA. Innerhalb der Organisation ACCA gibt es eine Inspektionsabteilung, deren zweiter Befehlshaber Jean Otus der Protagonist dieses Animes ist. In den ersten drei Folgen wird nun nach und nach die politische Situation, die Verwaltungsstruktur der Organisation ACCA, aber vor allem Jean Otus und dessen unmittelbares Umfeld gezeigt und somit die Funktionsweisen dieser Welt dem Publikum offenkundig. Das all diese Elemente in den ersten Folgen so gründlich etabliert werden, ist deshalb von besonderer Bedeutung, da nach den Feierlichkeiten zum 99. Geburtstag des Königs dessen Sohn seine baldige Nachfolge antreten soll und sich somit ein Umbruch anbahnt, was einigen Bewohnern des Königreichs Dowa gar nicht recht zu sein scheint. Gerüchte liegen in der Luft, dass es ein Staatsstreich geben könnte. Ein Staatsstreich, in den Jean Otus – wider seines Wissens und Willens – auf seinen Inspektionsreisen in die verschiedenen klimatischen und kulinarischen Regionen mehr und mehr verstrickt wird, bis schließlich die ganze Tragweite dieser Gerüchte erkennbar wird. 
ACCA” wirkt wie eine gelungene Mischung aus „Legendof the Galatic Heros“ und „Die Rosen von Versailles“ oder aber wie ein politisch modernes „House of Five Leaves”. Gerade der letzte Vergleich liegt förmlich auf der Hand, da beide Mangavorlage, also sowohl die “ACCAs” als auch jene von “House of Five Leave” von Natsume Ono stammen, was an sich schon ein Sehen des Animes legitimieren sollte. 

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