Dienstag, 3. November 2015

漫画 (Manga): "Cowa!" - gewählt von den Lesern dieses Blogs

Toriyamas Manga "Cowa!"
Eine aberwitzige Gruselgeschichte in 14 Kapiteln. 
Mit neun von dreißig Stimmen wurde dieses Werk von den Lesern dieses Blogs als Manga für den heutigen Beitrag ausgewählt. 
Im Rahmen der "Toriyama Short Stories" erschien beim Carlsen Verlag "Cowa!" als sechster Band der Reihe,  über die in diesem Blog bereits in zwei Beiträgen berichtet wurde. Diese Einträge befassten sich mit den Mangas "Neko Majin" und "Jaco".
© Carlsen / picti mundi
Zwei Jahre nach dem Ende von "Dragon Ball" und einigen kürzeren Werken veröffentlichte Toriyama Akira (鳥山 明, 1955-) "Cowa!" in den Jahren 1997 und 1998. 
Die eigentliche Handlung dieses Mangas lässt sich wohl als amüsante Gruselgeschichte für Kinder zusammenfassen, zeigt aber auch eine Kehrtwende Toriyamas zurück zu seinem lustig absurden Frühwerk und gleichzeitig eine humorvolle Auseinandersetzung mit seinem bisherigen Schaffen. Dieser Beitrag wird deshalb nicht auf die Handlung von "Cowa!" eingehen, da sie in diesem Gagmanga eher unwichtig ist, vielmehr geht es in diesem Werk Toriyamas um eine humoristische Lektüre, die ebenfalls seine vorher geschaffenen Geschichten und deren Themen aufgreift und unter gänzlich veränderten Bedingungen neuerlich verhandelt. Im Folgenden sollen dementsprechend einige dieser Referenzen zu anderen Werken Toriymas benannt werden.
© Carlsen
Cowas Verwandlung in einen Werkoala (S.26-28/114-115/169-170) greift die  Veränderung der Saiyajins zu Weraffen (Oozarus) in "Dragon Ball" (ab Band2,S.141) unter verkehrten Vorzeichen auf. In "Cowa!" führt das Symbol des Kreuzes zu einer Verwandlung in das Ungeheuer und der Mond zu einer Rückverwandlung, während in "Dragon Ball" in der Tradition des Werwolfglaubens der Mond die Transformation bedingt. Doch schon in "Dragon Ball" brach Toriyama diesen Aspekt scherzhaft, dadurch dass er die Figur eines Wermenschen einführte (Band10,S.152-165). Der vorherrschende Humor in "Dr. Slump" und zu Beginn "Dragon Balls", gerade was aberwitzige Kämpfe angeht, lässt sich auch in Toriyamas "Cowa!" (S.83) wiederfinden und dient ihm hier abermals als Persiflage auf typische Erzählstrukturen in Mangas.  
© Carlsen
Die Schlangenarmtechnik Piccolos wird in "Cowa!" durch die Figur Apon aufgegriffen (S.84), ebenso wird die Abmachung zwischen Trunks und Son-Gotens sich während ihres Kampfes nicht in Supersaiyajins zu verwandeln (DB Band37,S.30-33) in der Aussage "Aber Wer-koala gilt nicht!" in "Cowa!" (S.39) manifest.
José, der blaue Geist mit dem lila Halstuch, kann sich wie etwa die Figuren "Orloong" und "Pool"  in "Dragon Ball" (S.84) in Objekte verwandeln. José wandelt seine Gestalt in "Cowa!" in eine Melone (S.14/25), in ein Flugzeug (S.21-22), in ein Auto (S.76) und schließlich auch in ein Abbild des Mondes (S.27-28/115). Der Assistent der Madame Hexe (S.156-170) erinnert durch seine Zeichenweise an die Figur Dabra in Toriyamas Werk "Dragon Ball" (Band38,S.18-Band39,S.63). Die Landschaft in "Cowa!" (S.152-181) gleicht in Teilen der Nameks (DB:Band23,S.8). 
© Carlsen
Diese Oberflächenbeschaffenheit wurde von Toriyama bereits in früheren Werken - aber auch schon vor Namek in "Dragon Ball" - in dieser Art oder zumindest in ähnlicher Weise verwendet. Weitere Verbindungen lassen sich in der Darstellung des Gezeichneten etwa in den Pistolenschüssen (S.132) zu ähnlichen Abbildungen in "Dragon Ball" (ab Band 1) oder im gummiartigen Körper eines zu bekämpfenden Monsters namens Buyon (DB: Band6,S.51-68) in "Cowa!" (S.135,137-138) finden. Auch ist der kindliche Dämon als Protagonist einer Geschichte eine Figur, die er so mehrfach danach nutzte, etwa in "Go!Go! Ackman!" oder in "Sand Land". 
Die Selbstreflexion, die Toriyama in "Cowa!" betreibt ist eine humoristisch gebrochene Betrachtung des eigenen Werks, selbiges wird er später auch in "Neko Majin" nochmals tun, während er in "Jaco" versuchte durch geänderte Voraussetzungen einen weiteren Blick auf ein früheres Werk zu werfen. 

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