Donnerstag, 22. Oktober 2015

Kurzkritik/bande dessinée: XXXVI. Asterix

Ein nicht lektorierter, nicht recherchierter und unbegründeter Impulsbeitrag zum 36. Band vom "Asterix"
Am heutigen Tag erschien mit einer Erstauflage von 4 Millionen Heften, was die meisten anderen gezeichneten Werke nicht einmal ansatzweise mit ihrer Gesamtabsatzzahl erreichen können, der neue Asterixcomic mit dem Titel "Der Papyrus des Cäsar". Nach "Asterix bei den Pikten" ist dieser Titel der zweite Asterixband von Jean-Yves Ferri und Didier Conrad.
© Egmont / picti mundi
Schon der Vorgängerband hatte gezeigt, dass Ferri und Conrad würdige Nachfolger Uderzons waren. Uderzon seinerseits hatte nach dem Tod Goscinnys sich der Texte und der Zeichnungen allein angenommen gehabt, wobei ebendies gerade bei den letzten Publikationen zu eher mangelhaften Geschichten führte. Speziell sein Abschlussband "Gallien in Gefahr" als eine Analogie für frankobelgische, amerikanische und japanische Comicbücher war schlichtweg polemisch und wenig ideenreich. 
Die jetzige Veröffentlichung "Der Papyrus des Cäsar" erinnert durch seine Handlung und seinen Witz stark an die Frühwerke von "Asterix" und ist beileibe gelungener als der Vorgängertitel Ferris und Conrads. In einer Geschichte, die jüngste politische Entwicklungen aufnimmt und gleichzeitig auf die Wichtig- und Richtigkeit von Informationen und deren medialer Verbreitung hinweist, entwickelt sich hier ein Abenteuer, das an die besseren Geschichten "Asterix'" denken lässt. Einige kleine Neuerungen gerade am Betragen der Bewohner des gallischen Dorfes - wie der indirekte Verweis auf die Alterszerstreutheit Miraculix' in "Asterix bei den Pikten" - bedingen auch in diesem Band eine erfrischend veränderte Sichtweise auf altbekannte Figuren. 
© Egmont / picti mundi
Die Lektüre dieses Comics unterscheidet sich dennoch von den Werken Goscinnys und Uderzos, da beiden bisherigen Bänden Ferris und Conrads die vielen intermedialen Kunst- und Kulturreferenzen fehlen, die die frühen Bände von "Asterix" auf mehreren Ebenen lesbar machten. In "Der Papyrus des Cäsar" sind es jedoch lediglich zwei Ebenen, die ebenfalls nicht über die Bedeutungsambivalenzen Goscinnys verfügen. Alles in allem macht die Entwicklung von Jean-Yves Ferri und Didier Conrad seit ihrem Erstlingswerk Hoffnung auf mehr. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen